Die Rubrik politische Akte war Brigitte am wichtigsten. Hier sollten auch Botschaften mit den Akten rüberkommen, zum Denken anregen. Der nackte Körper lässt wohl näher auf die Seele der Objekte/Subjekte blicken. Oder auf die der Künstlerin.

Sehr stolz war sie auf folgendes Triptychon- "Weißer Mann zum Kriegsanfang". Am 17.1.1991 lies sich ein Mitarbeiter der österreichischen Tageszeitung "Kurier" zeichnen.  Am 17. Januar 1991 begann mit massiven Luftangriffen einer internationalen Koalition unter Führung der USA (George Bush) die militärische Operation „Desert Storm“ (Wüstensturm).

Brigitte meinte, dies sei das historische Datum einer weltweiten Auseinandersetzung der islamischen Welt mit der sogenannten westlichen Welt.


















Kurz darauf entstand der Frauenakt mit dem Titel "Denk an den Krieg".












Die Thematik Macht - Gewalt - Krieg spiegelt sich in vielen ihrer Arbeiten wieder. Ab etwa dieser Zeit warnte Brigitte immer wieder beharrlich, dass bis 2020 Russland Europa angreifen würde. Als 2020 vorbei war feierten wir. Hoffentlich nicht zu früh. Hier 2 Arbeiten:






























Ein weiteres politisches Ereignis, dass Brigitte zeichnerisch umsetzte, waren die Massenvergewaltigungen in Cerska 1993.  Es fand im ostbosnischen Ort Cerska (Gemeinde Vlasenica) während des Bosnienkrieges eine Großoffensive der bosnisch-serbischen Armee (VRS) unter Ratko Mladić statt, die zu schweren Kriegsverbrechen, Vertreibungen und Massakern an der bosniakischen (bosnisch-muslimischen) Zivilbevölkerung führte.
















Bei Analyse der Denkweise der Mächtigen kam Brigitte folgende Conclusio deren Weltbildes zustande: Ohne Opfer geht es nicht - aus humanistischer Sicht eine sehr schmerzhafte Analyse.Daher die 2 nächsten Bilder auf dieses Thema bezogen:






















Ihre Reaktion auf die vielen Mißstände und Ungerechtigkeiten zeigt das folgende Bild ihre Stärke mit dem Titel: Die Wut:
















Als sie Anfang der 80-iger Jahre als Pornografin verungimpflicht wurde, und ihre Ausstellung verboten wurde, zeichnete sie 2 Jahrzehnte später nochmals sehr elegante Vaginabilder. Hier ein Beispiel:

















Als Feministin und Aktmalerin liegt wohl eine Zuspitzung ihrer Kraft in diesem Bild. Und auch ihre grüne Einstellung kommt nicht zu kurz. Hier die Mutter Erde "Gaia", wohl nicht so glücklich mit dem Allgemeinzustand.

















Hier eine Zeichnung zum Thema Selbstmordattentate.






Als Feministin fand sie bald heraus, dass es immer wieder Männergruppen gibt, die mit ihrer Macht nicht unbedingt zum Wohle der Bevölkerung agieren. Sie nannte diese Machtgruppen "Hodenkartelle" - das bezieht sich auf das folgende Bild:














Ein weiteres Bild zu diesen Thema, wie umgehen mit den Hodenkartellern.














Und hier das Angstszenario für die Männer, die Kastrateuse (mit Augenzwinkern):





















Das nächste Bild entstand bei einem Aktmalkurs. Die beiden Männer konnten sich ihre Position aussuchen. Der weiße Mann eher überheblich, der farbige Mann unterwürfig. Schon interessant meinte sie, das ist wohl auch ein politischer Akt.


















So sind Beziehungen immer ein politischer Akt, der durch Hierachie und Macht geprägt ist, auch wenn man/frau es ja nicht so will. Daher noch 2 Beziehungsbilder als Akte.






































DIE MENSCHIN - Brigitte Lunzer-Rieder -  info@diemenschin.at