Die Jahre in Steyr, hier ein Textauszug aus Brigittes Buch:


Erster Kontakt mit einer geheimen Elite

 

Ein eigenes Kapitel in meinem Leben stellen für mich gewisse "Geheimeliten" dar. Ehrlich, wer immer "ihr" auch seid, die ihr solche Spiele treiben könnt; mich könnt ihr. Eben gar nix (mehr).

So wurde ich kurz nach meinen zwei Ferlacher Schuljahren, gerade erst 17 geworden, das erste Mal in meinem jungen Leben von einem bestens über mich vorinformierten Mann in Steyr unter ”Geheimelite” kontaktiert. Ich war kurzfristigst von Klagenfurt in diese Schule nach Oberösterreich übergewechselt. Mein Freund Peter hatte mich wenige Tage vor Schulbeginn massivst gedemütigt, mein Stiefvater aus dem Haus geschmissen und ich war von der Klagenfurter Pseudoeliteneminenz Burger-Scheydlin sozial diskreditiert worden. Öffentlich. So flüchtete ich geradezu nach Steyr, dort bezahlten mir meine Eltern mein Zimmer und das Essen.

Am ersten Tag, an dem ich dort angekommen war und mich absolut niemand noch kennen konnte, wurde ich ans Telefon geholt. Ich sprach diesen Mann mit "Herrn Professor" an, weil nur ein Lehrer der Schule in Steyr wissen konnte, daß ich schon hier war und wie ich hieß. Dachte ich. Es war aber ein gewisser Willi K. Selbst neu in Steyr, und sicher älter, als er vorgab, zu sein. Spielte selbst Schüler. Ich sollte helfen, einen schweren Rauschgifthandel aufzudecken (wobei ich half)... und vielleicht mehr (bei dem ich nicht mitmachte). Er wußte erstaunlich viel über mein Leben und wickelte mich mit philosophischen Gesprächen und der Ehre (Eitelkeit), von irgendeiner geheimen Elite auserwählt worden zu sein, schnell um den Finger. Zuerst die massive soziale Diskreditierung in Klagenfurt, dann die daraus folgende Isolation, und gleich danach der Versuch, dich als junges Mädchen für dubiose Zwecke zu benutzen. Geheimorganisiert. Gab es da Zusammenhänge? Das ist nach allem, was ich in meinem Leben erleben mußte, zu vermuten. Leider. Diese Geschichte damals war in Folge alles andere als harmlos. In Willis Klasse starb wenige Wochen später ein eher ausgeflippter Mitschüler, der -angeblich- mit Rauschgift gehandelt hatte, unter sehr eigenartigen Umständen. Die Leiche hätte Verbrennungen an Intimteilen, so wurde gemunkelt, und die offiziellen Erklärungen der Todesumstände glaubte kaum jemand seiner Freunde. Vor der Schule standen tagelang  Männer herum, und Willi schärfte mir ein, ja nichts der Steyrer Polizei zu erzählen. Da sei sicher jemand in den Rauschgifthandel verstrickt. Er selbst ging einige Zeit kaum aus dem Haus, war bewaffnet. Ich wohnte genau gegenüber der Schule, in einer Kellerwohnung und war meistens allein. Die Paranoia grassierte in der Clique, die sich fest zusammenschloß. Ein Freund des so mysteriös ums Leben gekommenen Schülers und ich fuhren einige Nächte lang mit einem Bus in den Wald, um außerhalb des Ortes zu übernachten. Ich hatte etliche Leute ausgefragt nach Infos über den schweren Suchtgifthandel, und einiges erfahren, und, wie ausgemacht, an Willi weitergegeben. Andererseits bezog ich mein sonstiges Wissen nur über ihn. War er oder seine mysteriöse Geheimorganisation wirklich völlig unbeteiligt an dem grauenhaften Tod des jungen Mannes? Als dann auch noch Gerüchte über zwei weitere „Selbstmorde“ oder Unfälle junger Leute in Steyr auftauchten, ging ich in die taktische Offensive. Ich streute mein persönliches Wissen, wahr oder unwahr, massiv unter die Schüler der HTL. Als Schutz für mich. Wenn alle das wußten, was ich persönlich unter Geheimhaltungspflicht erfahren hatte, konnte ich schwerlich belangt werden. Die Beziehung zu Willi brach ich ab. Nach zwei Jahren, längst aus Steyr fort, wurde ich später in Klagenfurt zur Einvernahme zur Kripo vorgeladen. Als Beschuldigte. Denen erzählte ich wütend einige meiner Erfahrungen in Steyr. Offenbar hatte sogar eine meiner Infos geholfen, den Ring zu knacken. Es war angeblich tatsächlich ein Beamter der Steyrer Polizei verwickelt gewesen. Meine Fähigkeit, mit anderen Menschen ehrliche Gespräche zu führen, war ausgenützt worden und ich hatte bedrohliche Ängste als Belohnug erhalten. Sonst nichts. Ich frage mich heute, wie oft junge Menschen mit dem Versprechen, einer „geheimen Elite“ anzugehören, Bedenkliches passiert. Diese so wie ich später mit niemandem wirklich darüber reden können, weil etwas, das nicht sein darf, einfach nicht sein kann und damit basta. 

Bachmanns "Guter Gott in Manhattan" weist verschlüsselt auf solche Erfahrungen hin. Mit aller Macht versucht das Patriarchat (nur bei uns in Österreich?) offenbar auch, die eher seltenen dominanten weiblichen Intellektuellen für sich zu vereinnahmen. Warum nur ist unsereins gar so interessant für die führenden Patriarchen? Liebes Bißchen, ich könnte noch Geschichten erzählen. Fragt doch einmal KünstlerInnen, in diesen Kreisen ist unsereins öfter zu finden.


Hier aus einem Brief an einen Kärntner Ermittler weiteres: 

F Wurst & Co agierten schon damals mit *chemischer Unterwerfung..bei mir via MKultra Programm ab meinem 8. Lebensjahr!

 

-          Die argen Vorfälle in Steyr waren 1971/72 (siehe Buchtextauszug obenstehend)

Weitere mir noch erinnerliche Details bitte bei mir abzufragen.

Das mit Jack Unterweger passierte mir Winter 1972/73 in einem Ort nahe Steyr, wo J. Unterweger als Disc-Jockey gearbeitet hatte ( er hatte damals schon gemordet & vergewaltigt).

Brigitte fuhr mit einer anderen Frau zusammen mit Unterweger im Auto mit, er wollte sie nach Hause fahren. Die Frau spielte aber nur den Lockvogel und stieg unterwegs aus. Brigitte fuhr dann allein mit Unterweger im Auto weiter. Dieser fuhr in einem Wald. Dann fragte er, ob sie nun Angst hätte. Brigitte sprach daraufhin von Löwinen, wie gefährlich diese sind, wenn sie in die Enge getrieben werden oder ihr Rudel schützen müssen. Sie beißen dann den vermeintlich stäkeren Löwen in die Kehle. Das dürfte gewirkt haben, Unterweger fuhr sie dann nach Hause. Hier schreibt sie im Buch von diesem Erlebnis:

Einmal brachte ein Bekannter (Jack Unterweger) einer Schulfreundin mich als junge, hübsche Frau in der Nacht mit dem Auto nach Hause. Sie stieg vorher aus. Er hatte mich in der Disco tanzen gesehen. Mein Tanzen zeigt wenig herkömmliche „Weiblichkeit", sprich Unterwürfigkeit, er wollte mir offenbar zeigen, „wo Gott wohnt" und fuhr mit mir auf einen abgelegenen Feldweg. Ich hatte mich innerlich längst gewappnet. Redete mit sonorer Stimme bald lächelnd über die Lust (der Löwen), einem anderen Lebewesen die Kehle durchzubeißen, fragte ihn zwischendurch nach seinen Problemen, sehr ernsthaft wieder. In der Körperhaltung wirkte ich bewußt dominant, nicht verunsichert, devot oder so. Ließ ihn in der verbalen Interaktion kühl anrennen, stieg nicht darauf ein, redete dann wieder von meinen Themen. Zwang ihn so immer wieder, mich als „führend" (im Gespräch und ...) anzuerkennen. Der Möchtegernvergewaltiger versuchte eine Zeitlang vergeblich, eine Situation herzustellen, aus der heraus er sadistisch-aggressive Lustgefühle entwickeln hätte können.

Ich ließ ihm psychologisch einfach keine Chance dazu, sich selbst als bestimmend (dominant) zu erleben.

Das ging eine Zeitlang , während wir in seinem Auto nächtens irgendwo in der Einöde saßen. Das Ganze machte mir zunehmend Spaß. Wenn frau begriffen hat, daß Todesangst gutteils irrational ist, und die innere Bereitschaft zum möglichst für den anderen tödlichen Kampf hat, samt der „Lust", genau das auch zu tun, so ist das Wichtigste zur Selbstbehauptung geschafft.

Kurze Anmerkung zu "Todesangst ist irrational".

Damit meine ich, daß wir Frauen endlich aufhören sollen, uns mit dieser Angst vorm Tod das Leben im Hier und Jetzt vermiesen zu lassen. Sterben müssen wir alle einmal. So oder so. Das Leben selbst kostet das Leben. Irgendwann, irgendwo, irgendwie. Für alle Lebewesen. Punktum. Also ist es viel besser, wir konzentrieren uns gleich auf das Leben und unsere Lebenslust und nicht auf den ohnehin einmal unausweichlichen individuellen Tod. Wenn das grundsätzlich begriffen ist, wird das Leben selbst eine unglaubliche Fülle an Möglichkeiten offenbaren, die vorher vor lauter Ängsten nur verstellt waren und daher nicht gesehen werden konnten.

Der Typ damals fuhr mich nach einiger Zeit zurück, redete fast nichts mehr mit mir. Er hatte jetzt die Angst, ich amüsierte mich eher. Später erfuhr ich, daß dieser Idiot sich sogar als Zuhälter versuchte.

Meiner Bekannten machte ich einige Vorwürfe, warum sie mir einen potentiellen Verbrecher als Chauffeur angedient hatte. Sie redete sich raus, behauptete schließlich, sie hätte es uns beiden „vergönnt", uns näher kennenzulernen. Typisch, sie selbst wurde später etliche Male sexuell genötigt, jammerte sich prompt bei mir aus, war als kleine Schönheitskönigin in den Zeitungen zu bewundern und entsprach insgesamt haargenau dem Klischee des lieben und hübschen Mädchens von nebenan.

weiters aus einem Brief:

Ich weiss auch seit eig. Recherchen, dass Jack Unterweger selbst eines der Missbrauchs-Opfer vom Verbrecherarzt Franz Wurst gewesen sein MUSS! Er hatte nur einen Hoden, war deswegen oft in ärztl. Behandlung…und genau DAS, wie er `behandelt` wurde (oftmalige Versuche, durch händisches Massieren der Geschlechtsteile den innen liegenden Hoden heraus zu bekommen) zählte mit zu den im Prozess Wurst geschilderten Missbrauchspraktiken.








DIE MENSCHIN - Brigitte Lunzer-Rieder -  info@diemenschin.at