Zu Beginn der Coronazeit klage sie schon wegen Probleme im Darm. Eine Gastroskopie war zu dieser Zeit nicht möglich, als Wartezeit wurde mehr als zwei Jahre genannt. So wurden immer wieder beim Blutbild die Krebsmarker getestet, die waren negativ.
Leider sagte ihr niemand, dass bei 30% der Bevölkerung diese Tests nicht aussagekräftig sind.
Anfang 2024 lies sich Brigitte privat eine Gastroskopie machen, da noch immer die Wartezeiten für normale Patienten knapp 1 Jahr lang waren.
Es stellte sich heraus, Darmkrebs mit 8 cm, und Metastasen auf der Lunge, nur mehr paliative Behandlung.
Es folgten zuerst eine Strahlentherapie und danach 29 Chemotherapien. Bis Jänner 2026 gings noch relativ gut. Dann waren die vielen Chemos dem Körper zuviel, es folgten Komplikationen wie ein Darmverschluss, die Schleimhaut im Mund war von den Chemos zu angegriffen, dadurch wurde die Nahrungszufuhr immer schwieriger. Dadurch gabs keine weitere Chemo, wodurch die Metastasen zunahmen und sich auch in der Leber bildeten. Der Lungenraum füllte sich mit Wasser. Meine Hochachtung, wie sie noch um ihr Leben kämpfte.

Die letzte Woche war extrem schlimm, kein Reden mehr möglich, kein essen und trinken, trotz Schmerzmittelgabe dauernd Schmerzen. Für mich ein Herzzerreißender Blick von Brigitte. Am 11.6. 2026 um 11 Uhr 54 Minuten verstarb sie. Leider wurde ich erst danach verständigt. Ich fuhr zu ihr, konnte mich aber nur mehr zu einer Toten dazulegen und sie streicheln und ihr noch einiges erzählen. Auch der Tod ist ein Prozess, ich denke, ein bisserl was war da noch gut für sie. Brigitte, du gehst mir ab. Aber ich werde mein Leben weiterleben und habe Freude an dich zu denken.
DIE MENSCHIN - Brigitte Lunzer-Rieder - info@diemenschin.at